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Geschichtliche Entwicklung der Gewerbeschule Rheinfelden

 

Bereits 1904 beantragte der damals 20 Mitglieder zählende Gewerbeverein beim Gemeinderat Nollingen einen gewerblichen Unterricht für die 11 Lehrlinge ihrer Betriebe.

Die Muttergemeinde Nollingen zählte zusammennmit der Tochter Badisch-Rheinfelden in diesem Jahr bereits über 2500 Einwohner, ein weiteres Ansteigen der Lehrlingszahlen war zu erwarten. Allerdings dauerte es weitere 5 Jahre, bis am 21. April 1909 in der Schillerschule der Unterricht aufgenommen werden konnte. Zum ersten Lehrer dieser gewerblichen Fortbildungsschule ernannte die damalige Schulbehörde, das Badische Landesgewerbeamt, Hauptlehrer Adolf Ohlenschläger.Ohlenschlaeger
Er unterrichtete am Mittwochnachmittag von 1 bis 5 Uhr, Freitagvormittag von 7 bis 9 Uhr und am Sonntagvormittag ebenfalls von 7 bis 9 Uhr Rechnen und technisches Zeichnen. Wegen zunehmender Schülerzahl wurde der Zeichenunterricht bald geteilt, sodass 1910 der Unterlehrer E.A. Buß mit 4 Stunden dafür eingesetzt wurde. Ab 1. Januar 1914 unterrichtete Unterlehrer Ed. Frey an der gewerblichen Fortbildungsschule anstelle von Herrn Buß. Während des ersten Weltkrieges ruhte der Unterricht, da die Lehrer einberufen wurden. Am 14. Oktober 1918 konnte der Unterricht wieder aufgenommen werden,
da Hauptlehrer Ohlenschläger vom Wehrdienst entlassen worden war. 1922 erteilte der Bürgerausschuss seine Zustimmung zum Gemeinderatsbeschluss auf Umwandlung der gewerblichen Fortbildungsschule in eine Gewerbeschule. Am 17. August 1923 beschloss der Gemeinderat die Ausdehnung der Schulpflicht auch auf weibliche gewerbliche Lehrlinge.

 

Erst auf dringenden Antrag von Bürgermeister Rudolf Vogel und auf die Androhung hin, man würde die ca. 100 Schüler ab Ostern 1925 in die Gewerbeschule ins schweizerische Rheinfelden schicken, wurde am 1. September 1925 der Gewerbelehrer Heinrich Hörrle von der Gewerbeschule Lahr als Schulleiter nach Rheinfelden versetzt, um die Schule in eine Gewerbeschule umzuwandeln und deren Leitung zu übernehmen.

hoerrle

Fortbildungsschullehrer Ohlenschläger verblieb an der Schule bis zu seinem Ruhestand ab 1. April 1944. Die Schule war in zwei Lehrsälen im neuen Seitenflügel der Volksschule (Schillerschule) untergebracht, Nebenräume, z.B. Lehrerzimmer oder Lehrwerkstätten, gab es nicht. Bereits 1927 beklagt Schulleiter Hörrle diesen Missstand beim Gemeinderat, dann wieder 1929 und 1930 mit der Bitte, wenigstens den unterbelegten Lehrsaal der allg. Fortbildungsschule zugewiesen zu bekommen, da die Gewerbeschule bereits 10 Klassen mit 160 Schülern mit 18 Unterrichtshalbtagen beherberge und eigentlich 5 Schulräume gebraucht würden. Der Werkstattunterricht fand abends in einem Schulsaal statt, die Volksschule bekam immer mehr Schüler, kurz, alles platzte aus den Nähten. Dennoch schaffte es Bürgermeister Vogel nicht, einen Schulneubau noch zu seinen
Lebzeiten zu verwirklichen. War ursprünglich die Gewerbeschule Rheinfelden nur für die in der Stadt Rheinfelden beschäftigten Lehrlinge bestimmt, so wurde durch Verfügung der Unterrichtsbehörde vom 29. August 1935 das Einzugsgebiet um die Orte Karsau, Minseln, Schwörstadt, des Kreises Säckingen sowie um die Orte Degerfelden, Eichsel, Herten und Wyhlen vom Kreis Lörrach erweitert. Eine unbefriedigende Lösung wurde erst 1936 gefunden, nämlich die Verlegung der Gewerbeschule in die Unterkunftsbaracken der Degussa gegenüber dem Bahnhof auf dem Gelände des ehemaligen Solbadhotels Bellevue. Es handelte sich um drei behelfsmäßig hergerichtete Unterrichtsräume, ein kleines Lehrerzimmer und ein Vorstandszimmer. Zuständig für die sachlichen Kosten war seit 1938 die Kreisverwaltung Säckingen. In diesem Jahr kam als weitere Schulabteilung in einer weiteren Baracke die Berufsfachschule für das Metallgewerbe hinzu, zusammen mit einer vierten hauptamtlichen Lehrkraft. Den Werkstattunterricht versah Schlossermeister Reinhard Haberbusch bis zu seinem Ausscheiden 1951. Die Aufnahmebedingungen waren damals recht hart: Ausreichende Volksschulkenntnisse, welche durch eine Aufnahmeprüfung nachzuweisen waren, ferner eine Eignungsuntersuchung durch den Berufsberater des Arbeitsamts. Die Klassenstärke allerdings war fast neuzeitlicher als heute: Obwohl die Bewerberzahl stets viel größer war (bis zu 55 Bewerber), wurden nur 24 Schüler in eine Klasse übernommen! Der Werkstattunterricht umfasste 25 Wochenstunden an 5 Tagen, dazu kamen 20 Theoriestunden, die allerdings wegen Lehrermangels seit Kriegsbeginn auf 12 Stunden heruntergekürzt werden mussten. Ein Werkstattlehrer mit Meisterprüfung verdiente nach dem Krieg 290.--DM netto pro Monat. An Schulgeld musste von den Eltern während des Krieges 60.--RM, nach dem Krieg 100.--DM pro Jahr bezahlt werden (zum Vergleich: ein Gymnasiast kostete die Eltern damals 200.--DM). Wenig erfreulich war die erste Zeit nach dem Krieg : Die Schule musste ihre Räume der Besatzung abtreten und wurde notdürftig in Baracken untergebracht, die vorher von Gastarbeitern bewohnt worden waren.

Solbadhotel

 

1950 wurde die Gewerbeschule, wiederum als Notbehelf, im Erdgeschoss des ehemaligen Solbadhotels gegenüber dem Bahnhof mit 4 Klassenräumen eingerichtet, die auch schnell zu eng wurden, denn bereits 1952 kam die Berufsfachschule für Schreiner und Holzberufe (Wagner, Zimmerer, Modellschreiner) hinzu. Durchschnittlich wurden nur 18 Bewerber aufgenommen! Im Schuljahr 1955/56 zählte die Gewerbeschule zusammen mit den beiden Berufsfachschulen 570 Schüler aus den Berufsgruppen Bau, Holz, Baumetall, Maschinenbau, Elektriker, Friseure, Schneider, Bäcker und Konditoren sowie Chemielaboranten und Uhrmacher mit 10 hauptamtlichen Lehrern, 3 Nebenlehrern und drei nebenamtlichen Religionslehrern, so dass ein Schulneubau unausweichlich war. Außerdem weiß das Bürgermeisteramt der Stadt Rheinfelden der Kreisverwaltung Säckingen am 20. August 1957 zu berichten: "Sämtliche Abortgruben der Gewerbeschule sind bis zum Überlauf gefüllt, vollständig verstopft sowie die Hofeinläufe verstopft und versandet...die Abortfallrohre im Hauptgebäude (Steinzeugrohre) sind undicht, die Fäkalien haben das Mauerwerk des Abortvorbaues in allen Geschossen durchtränkt...die Geruchsbelästigung sollte Lehrern, Schülern und Bewohnern der Mietwohnungen (über den Schulräumen im Obergeschoss des Bellevue, der Verfasser) nicht länger zugemutet werden."

Neubau 60

Nun, in der Tat, nach der Planungs- und Bauphase 1957 bis 1959 konnte endlich am 16. Dezember 1959 in Anwesenheit von Landrat Otto Bischoff, Vertretern des Oberschulamts und von Bürgermeister Herbert King, der sich sehr für die neue Schule eingesetzt hatte, die Gewerbeschule (Hauptgebäude mit 2 Werkstätten) in der Hardtstraße 12 eingeweiht und der Unterricht aufgenommen werden. Neben den notwendigen Klassenzimmern und Nebenräumen standen nun auch moderne Werkstätten für die Berufsfachschulen zur Verfügung. Da Gewerbeschuldirektor Hörrle 1958 in den Ruhestand versetzt worden war, regierte in der neuen Schule bereits sein Nachfolger, StD Vollmer.

 

 

 

vollmerIn den folgenden Jahren zeichnete sich immer mehr eine Umstrukturierung innerhalb des Gewerbeschulwesens ab. Die steigenden Anforderungen an die Berufsausbildung machten das Unterrichten in reinen Fachklassen notwendig. Um genügend Schüler für eine Fachklasse zu erhalten, mussten die Einzugsgebiete stark erweitert werden. Dadurch geriet die Gewerbeschule Rheinfelden in den Sog der großen Nachbarschulen Lörrach und Säckingen. Nach und nach musste Rheinfelden daher die Lehrlinge schwach vertretener Berufe abgeben, wie die Lehrlinge der Bau-, Nahrungsmittel- und Textilberufe, des Kraftfahrzeughandwerks sowie einer Reihe von Splitterberufen wie Fotografen, Uhrmacher, Drogisten, Schaufenstergestalter und Grafiker, die zum Teil an weit entfernte Schulen abwandern mussten. Es verblieben an der Schule nur die Abteilungen Maschinenbau, Baumetall, Holz, Elektrotechnik und Chemie. StD Vollmer wurde Schulleiter in Lörrach, sein Nachfolger wurde 1966 StD Dr. Herbert Schill.

 

 

 

 

Dr SchillDie Schülerzahl hielt sich infolge der geburtenstarken Nachkriegsjahrgänge zwischen 450 und 500. 1972 kam es in Säckingen zu einer Anhörungsveranstaltung durch das Kultusministerium zum Schulentwicklungsplan II. Die gewerblichen Schulen Rheinfelden wurden stark unterstützt von den zuständigen Kammern, Kreishandwerkerschaften, Innungen, Industrie, Gewerkschaften und Kommunalpolitiker der Stadt Rheinfelden und des Schulträgers Landkreis Säckingen mit dem Ergebnis, dass die Elektro- und Holzberufe nach Lörrach bzw. Schopfheim abgezogen wurden, aber Metallbau- und Installationsberufe aus der ganzen Region Hochrhein nach Rheinfelden verlegt wurden. Dies geschah aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen den Innungsvorständen und dem damaligenstellvertretenden Schulleiter Werner Klem. Im Zuge der weiteren Entwicklung brachte der Schulentwicklungsplan II im Hochrheingebiet eine noch stärkere Konzentration auf die großen Gewerbeschulen Lörrach und Waldshut. Da in der Gewerbeschule Lörrach jedoch auch der Raum knapp wurde, wurden die Zahnarzthelferinnen- und die Friseurklassen Rheinfelden zugewiesen, so dass die Konsolidierung gelungen war. In der nun folgenden Modernisierungsphase wurden die Metallwerkstätten erweitert (1979/81, heutiger Werkstatttrakt), die neue Sporthalle gebaut (1982/83) und der Schülerstand erreichte die Höchstzahl von 1258 im  Schuljahr 1984/85. Der Einstieg in die neuen Technologien erfolgte im Schuljahr 1985/86: Die Schule erhielt im Keller einen Computerraum mit 9 Personalcomputern (immerhin bereits mit Intel 8086 - Prozessoren und 20 MB Festplattenspeicher) sowie einer CNC-Fräsmaschine. Alle Lehrer mussten per Anordnung durch das Oberschulamt einen Programmierkurs belegen, um den neuen Anforderungen gerecht werden zu können. OStD Dr. Schill, GSR Zielinski und GSR Hundorf unterrichteten als erste das neue Fach "Computertechnische Grundlagen".

klemSeit Herbst 1987 leitete OStD Werner Klem die Gewerblichen Schulen Rheinfelden. 1988 gelang es, einen Bundesmodellversuch für computerunterstützte Messtechnik für Chemieberufe an der Schule einzurichten, für die der Schule mehrere Hunderttausend DM für Laboreinrichtungen und Computerausstattung zuflossen. Drei Jahre lang wurden von Lehrern der Gewerbeschule Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte aus ganz Baden-Württemberg durchgeführt. Zu Beginn der Neunziger Jahre wurde eine zweijährige Berufsfachschule für Chemietechnik als Modellschule auf Landes- und Bundesebene
verwirklicht mit der Absicht, befähigten Hauptschülern die Erlangung des mittleren Bildungsabschlusses sowie die Anerkennung als erstes Ausbildungsjahr in einem Chemieberuf (Laborant, Chemikant, Pharmakant) zu ermöglichen. Dafür wurden zusätzlich zwei Chemielabors für Fachpraxis und Technologiepraktikum eingerichtet. Auf Initiative des ehrenamtlichen Geschäftsführers des Deutschen Verbandes für Schweißtechnik, techn. Lehrer Günter Laatsch, setzte Schulleiter Klem beim Schulträger 1994 durch, dass die Werkstätten für Elektroden-Handschweißen aus gesundheitlichen Erfordernissen heraus auf den neuesten Stand der Technik gebracht wurden (Absauganlagen etc.). Ebenfalls in dieser Zeit wurden im Untergeschoss der Gewerbeschule Technologielabors für Gas- und Wasserinstallateure, Heizungs- und Lüftungsbauer und Metallbautechniker zur Umsetzung des Technologiepraktikums eingerichtet. Mit dem Schuljahr 1996/97 ging die Schulleitung von Werner Klem auf Wilfried Haller über.

 

 

hallerIm Herbst 1997 startete ein Schulversuch, der zukunftsorientierte Qualifikationen mit neuartigen Unterrichtsformen verbindet. Die neue Schulart, das Berufskolleg Technik und Medien, wendet sich an Schüler/innen mit mittlerer Reife und bereitet anhand praxisorientierter Themenstellungen aus verschiedenen Berufsfeldern vor allem auf neue EDV-Berufe vor. Leider stimmte das Oberschulamt Freiburg der Errichtung der weiterführenden Stufe, dem Berufskolleg für technische Kommunikation, nicht zu. Im Juli 1997 wurde die erste reine Umschülerklasse Chemikanten der Firma Degussa  verabschiedet. In diese Zeit fällt auch die Forcierung der Lernortkooperation, d.h. eine intensivere Zusammenarbeit mit den Dualpartnern, die sich vor allem im Bereich der chemischen Industrie besonders erfreulich entwickelt hat. 1998 wurde die Schulsozialarbeit an der Gewerbeschule Rheinfelden eingeführt. Träger der Maßnahme ist bis heute die Caritas Lörrach.  Schulsozialarbeit als Hilfe für Schüler/innen, die Probleme mit sich, dem Schulalltag und den Leistungsanforderungen haben und die sozial benachteiligt sind, hat sich gut bewährt. Mit den neuen bzw. überarbeiteten Lehrplänen und der damit  verbundenen Einführung des Computerunterrichts in allen Klassen stieß die Schule an ihre räumlichen Grenzen. Trotz schwieriger finanzieller Lage entschloss sich der Schulträger, der Landkreis Lörrach, im Jahre 1999, den großen Engpass durch eine Aufstockung des Werkstattgebäudes zu entschärfen.

 

 

 

Neubau FrieseurabteilungIm Zuge dieser Maßnahme wurde auch eine interne Umstrukturierung vorgenommen, so dass jetzt alle Abteilungen zusammenhängend untergebracht sind. Gleichzeitig begannen in dem nun 40 Jahre alten Hauptgebäude größere Sanierungsmaßnahmen. Der Schulträger, dem eine gute Ausstattung der Berufsschulen am Herzen liegt, hat die notwendigen Mittel für die Neueinrichtung der Küche, der Chemielabore, eines Abwasserlabors, mehrere Computerräume und für eine neue Heizungsanlage, eine Kombination aus Hackschnitzel -Gas- und Solartechnik, zur Verfügung gestellt. Eine weitere wichtige Maßnahme war 2001 die Umsetzung der strukturierten Vernetzung; damit erhielt die Schule von allen Räumen aus den Zugang zum Internet. Besondere Bedeutung hat dies für die Einführung des Lernfeldunterrichts, bei dem die klassischen Unterrichtsfächer abgeschafft sind und das selbstorganisierte Lernen mit im Mittelpunkt steht und besonders gefördert werden soll.

Mit dem Schuljahr 2000/2001 wurde die zweijährige, schulartenübergreifende Kooperation als erster Schulversuch in Baden-Württemberg eingeführt. Hauptschulen, Förderschule und Gewerbeschule kooperieren. Die Schüler/innen entscheiden sich in der 8. Klasse, um in 2 Jahren den Hauptschulabschluss zu erreichen und die Berufsschulpflicht zu erfüllen.

H Lange neuIm August übernahm Holger Lange das Steuer der Gewerbeschule. Eines seiner Anliegen war die Stärkung der Gewerbeschule Rheinfelden als Kompetenzzentrum für Chemie sowie Metall (Handwerk). So wurden die Industriemechaniker nach Lörrach abgegeben und im Schuljahr 2005/06 die 2-jährige Berufsfachschule Labortechnik eingeführt. Diese wenig nachgefragte Schulart wurde im Schuljahr 2009 durch das 2-jährige Berufskolleg für Chemisch-Technische Assistenten substituiert. Dieses Berufskolleg führt in 2 Jahren zu einem anerkannten Berufsabschluss (CTA), welcher im Anforderungsprofil dem des Chemielaboranten gleichgestellt ist. Eine weitere Stärkung des Standorts konnte durch Kooperationen mit externen Unternehmen erzielt werden. So ist die Schule Kompetenzzentrum der Firma Fein "Oberflächenbearbeitung" und der Firma Fischer "Befestigungstechnik". Im Jahr 2009 wurde die Schule mit dem Berufswahlsiegel BORIS sowie als DLGI "Prüfungszentrum für europäischen Computerführerschein“ zertifiziert. Im Jahr 2008 begann die bauliche Erweiterung der Gewerbeschule. Die Raumsituation an der ursprünglich für 600 Schüler erbauten Schule war äußerst angespannt. Übergangsweise wurden an der benachbarten ehemaligen Niebel-Klinik 3 Klassenräume angemietet. Zum Schuljahr 2009/2010 konnten die neuen Räume bezogen werden. Auf insgesamt 1000 qm wurden 4 neue Klassenzimmer ein Konferenzzimmer sowie Funktionsräume geschaffen.

Im Jahr 2004 begab sich die Gewerbeschule auf den Weg einer systematischen Qualitätsentwicklung. Im StEBS 1-Prozess startete die Schule mit dem schulweiten Projekt "Teamentwicklung" erfolgreich in die neue Zeit. Gleichzeitig begannen die Mitarbeitergespräche und die Lehrkräfte begannen damit sich bei Ihren Schülern Feedback einzuholen. Zusätzlich wurde durch verschiedene Arbeitsgruppen (Öffentlichkeitsarbeit, schulinterne Fortbildung, Schulorganisation) das Schulprofil gestärkt. Im sich anschließenden StEBS 2-Prozess wurde unter Beteiligung aller Kollegen das Leitbild der Schule entwickelt und veröffentlicht. Mit der  Ernennung zur OES-Schule begann die dritte Phase der nachhaltigen systematischen Entwicklung der Schul- und Unterrichtsqualität. Zukünftig wird die Schule in regelmäßigen Abständen durch ein externes Team die Schule evaluiert. Die Ergebnisse dienen der Rechenschaftslegung beim Regierungspräsidium und führen zu Zielvereinbarungen.

In den zurückliegenden Jahren wurde auch die Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungszentrum Fricktal aus Rheinfelden Schweiz intensiviert. Die Kollegien beider  Schulen führten gemeinsame Lehrerfortbildungen zu den Themen Lehrergesundheit und Mobbing durch. Gemeinsam führen Kollegen beider Schulen das grenzüber- schreitende Bildungsangebot zum "Solarteur" durch. Zuvor wurde bereits eine länderübergreifende Kooperation initiiert. So können Auszubildende im Ausbildungsberuf "Maßschneiderin" die Berufsschule in der Schweiz besuchen und ihre praktische Ausbildung in einer deutschen Schneiderei absolvieren. Nach bestandener Prüfung bekommen sie sowohl das deutsche als das schweizer Zertifikat. Eine ähnliche Kooperation ist auch im Beruf der "Zahnmedizinischen Fachangestellten" möglich.

 
(Bruno Zielinski)
(Jürgen Maulbetsch)